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Meteosat Second Generation
Das METEOSAT Satellitensystem stellt den nationalen meteorologischen Diensten der EUMETSAT und ESA Mitgliedsstaaten seit 1977 erfolgreich Bildmaterial und andere Dienste zur Verfügung. METEOSAT dient Nutzern der Bereiche Forschung und Funktion in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika, im mittleren Osten und sogar in den arktischen und antarktischen Regionen. Da die derzeitige Definition der Anforderungen und Performance aus den frühen siebziger Jahren stammt, ist eine deutliche Nachfrage nach einem verbesserten System noch vor dem Ende des derzeitigen Programmes deutlich spürbar.
Nach einer Definitionsphase, initiiert durch die ESA im Jahre 1984, wurde durch EUMETSAT 1990 entschieden, dass ein METEOSAT der zweiten Generation entwickelt werden soll, um eine kontinuierliche und performante Versorgung mit meteorologischen Daten aus dem geostationären Orbit sicherzustellen.
Das Meteosat Second Generation (MSG) System wird maßgebliche Verbesserungen in den Bereichen Wetterdienste und Klimaüberwachung sowie anderen betroffenen Bereichen bewirken:
- Zwölf spektrale Kanäle (derzeit stehen drei zur Verfügung) ermöglichen präzisere Daten und verbessern so die Ausgangssituation zur Wettervorhersage.
- Eine Bilddatenerfassung im 15-minütigen Zyklus (derzeit 30-minütig) bildet die Voraussetzung für zuverlässigere Wettervorhersagen und die Vorhersage von Unwettern wie Wirbelstürmen, Gewittern, Schnee oder Nebel.
- Eine verbesserte horizontale Bildauflösung für den spektralen Kanal des sichtbaren Lichts (1KM im Vergleich zu 2,5 KM beim derzeitigen System) ermöglicht es, Unwetter präzise aufzuspüren und vorherzusagen, sowie Erkenntnisse über die Entstehung und den Verlauf zu gewinnen.
- Das Geostationary Earth Radiation Budget (GERB) Instrument des MSG wird wichtige Daten zur Klimaforschung liefern.
- Ein zusätzliches Element der MSG Satelliten wird ein Search and Rescue (SAR) Transponder sein, der Notsignale von Schiffen, Flugzeugen etc. überträgt.
- Alle digitalen Übertragungen der MSG Daten werden performanter und die Wartung der Komponenten vereinfacht.
- Die Lebensdauer der MSG Satelliten im Orbit beträgt sieben Jahre (zwei Jahre länger als bei den derzeitigen Satelliten), was zu einer effizienteren Nutzung führt.
- Das neuartige Bodensegment berücksichtigt die Erfahrungen von EUMETSAT und die speziellen Erkenntnisse und Anforderungen der einzelnen Mitgliedsstaaten.
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