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Alpine Safety, Security, International Service and Technology (ASSIST)
Im Rahmen des ASSIST Projektes sollen bestehende Systeme und Infrastrukturen zur Umwelt- und Erdbeobachtung in einem System zusammengeführt für mehr Sicherheit in Ski- und Gebirgsregionen sorgen. Ein Blick auf die vom ASI (Alpines Sicherheits- und Informationszentrum) in Tirol geführte Unfallstatistik für Ski- und Lawinenunfälle in Österreich lässt schnell erahnen, wie wichtig das zentrale Handling von Daten und Informationen aus dem Bereich der alpinen Sicherheit ist. Allein in Österreich sind in der Saison 2004/2005 über einhundert Menschen bei Alpin- und Lawinenunfällen tödlich verunglückt.
Etwa 30% des Gebietes der Europäischen Union mit immerhin 30 Millionen Einwohnern liegt in unmittelbarer Nähe von Bergen oder Gebirgszügen, wie beispielsweise den Alpen, der Sierra Nevada, den Pyrenäen, den Appeninen, den Highlands oder dem Zentralmassiv. In Ländern wie Italien, Spanien, Griechenland, Österreich oder der Schweiz besteht über 50% der Landfläche aus Gebirgsregionen. ASSIST setzt sich mit den charakteristischen Eigenschaften dieser Gebirgsregionen auseinander. Ziel ist es, pre-operationale Dienste zu schaffen und einen erweiterten Sicherheits- und Informationsdienst für die Alpen zur Verfügung zu stellen. Dieser erweiterte Dienst soll auf bereits verfügbaren Systemen sowie auch Zwischenprodukten (wie beispielsweise ESIS) basieren. Der Grundgedanke des Projektes ist es, eine generische Systemarchitektur für die Produktion und den Austausch von Datenprodukten zur Gefahrenvorhersage und zum Katastrophenmanagement zu entwickeln und zu implementieren.
ASSIST berücksichtigt typische Gefahren in Gebirgsregionen wie Erdrutsche, Lawinen oder Überschwemmungen. Das Rückgrat des Systems bilden so genannte Service Nodes. Diese Servicekontenpunkte werden autonom von verschiedenen Organisationen betrieben, die mit der Bewältigung von Krisen oder Gefahren beauftragt sind.
Die Service Nodes sind in der Lage,
- Input-Rohdaten anzufordern und anzunehmen (Daten, erhoben von Satelliten, Flugzeugen, oder auf der Erde),
- die Input-Rohdaten zu Datenprodukten zur Vorhersage und zum Katastrophenmanagement zu verarbeiten,
- diese Datenprodukte innerhalb des "User Network" zu verteilen (zu feststehenden sowie, im Krisenfall, mobilen Risiko- und Katastrophenmanagement-Zentren bis hin zu Mitarbeitern im Außendienst),
- Datenprodukte mit anderen Service Nodes verschiedener Organisationen (wie z.B. Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser oder Luftrettung) auszutauschen.
Die Service Nodes sind darauf ausgelegt, sowohl
- die tägliche Überwachung- und Vorhersage der Abnahme von Gefahrenpotenzialen, als auch
- den Betrieb während konkreter Krisensituationen
zu unterstützen.
Das Projektteam setzt sich aus Mitgliedern zusammen, die beide Szenarien zu unterstützen. Es besteht aus Organisationen unterschiedlicher Anwendungs- und Einsatzgebiete (Lawinenvorhersage, Bergrettung, Entwicklung komplexer IT-Server-Infrastruktur, Herstellung von erweiterten Erdbeobachtungsprodukten, Integration von mobiler Ausrüstung für den Außendienst mit Kommunikations- und Navigationsmöglichkeiten, etc.) und Nationalitäten mit übereinstimmenden gesetzlichen Vorgaben (Österreich, Deutschland, Schweiz). Die anfängliche Validierungsphase des Systems wird in einem kleinen Dreieck zwischen Österreich, Italien und der Schweiz durchgeführt.
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